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Hans Sebald Beham

Hans Sebald Beham wurde 1525 aus Nürnberg verbannt und stach später ganze Jahrmärkte in Blätter von Briefmarkengröße.


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Hans Sebald Beham

Hans Sebald Beham wurde 1525 aus Nürnberg verbannt und stach später ganze Jahrmärkte in Blätter von Briefmarkengröße. mehr über den Künstler
Deutschland · 1500–1550 · Illustration, Deutsche Renaissance · 551 Werke gefunden
Hans Sebald Beham
1500–1550
Geboren 1500 (Nürnberg)
Gestorben 1550 (Frankfurt am Main)
Nationalität Deutschland
Epochen Illustration, Deutsche Renaissance
Beruf Maler, Illustrator, Grafiker, Exlibriskünstler, Zeichner
Familie
Ehepartner/in: Anna Beham
Geschwister: Barthel Beham
Bekannte Werke Scenes from the Life of David (1534), Patience by Hans Sebaldus Beham - Sebald Beham (1540), Korsfästelsen, Korsbärandet, Konungarnas tillbedjan
Museen Art Institute of Chicago, Cleveland Museum of Art, Los Angeles County Museum of Art (LACMA), Staatliche Museen zu Berlin, Statens Museum for Kunst
Hans Sebald Beham

Hans Sebald Beham

    1500   -   22. November 1550

Im Januar 1525 ließ der Rat der Reichsstadt Nürnberg drei junge Maler aus dem Umkreis Albrecht Dürers verhaften. Es waren Georg Pencz, Barthel Beham und dessen Bruder Sebald Beham, ein Kupferstecher, geboren 1500 in Nürnberg. Die ältere Literatur nennt ihn Hans Sebald Beham, obwohl kein Dokument den Vornamen Hans belegt - schon der Name dieses Angeklagten ist eine offene Frage. Zur Last gelegt wurden den dreien Gotteslästerung, Sektierertum und die Leugnung weltlicher Obrigkeit; nach der Darstellung späterer Quellen erklärten sie sinngemäß, sie glaubten an Gott, hielten aber nichts von Christus, Taufe und Sakrament und erkannten keine Obrigkeit an außer Gott. Das Urteil vom 26. Januar 1525 lautete auf Verbannung, auf Folter verzichtete der Rat, und schon im November durften alle drei zurück in die Stadt. Geblieben ist der Aktenname: die drei gottlosen Maler.

Drei Jahre später stand Beham wieder gegen den Rat. Wenige Monate nach Dürers Tod brachte er 1528 ein Büchlein über die Proportionen des Pferdes heraus; der Vorwurf lautete, er habe aus Dürers unveröffentlichtem Proportionsmaterial geschöpft, und Dürers Witwe stand hinter der Beschwerde. Im Juli 1528 untersagte der Rat den Vertrieb, bis Dürers eigenes, noch unveröffentlichtes Proportionswerk erschienen sei. Beham wich nach Ingolstadt aus, kehrte im Februar 1529 nach Nürnberg zurück - und verwertete den beanstandeten Stoff 1546 seelenruhig ein zweites Mal, in einem eigenen Lehrbüchlein.

Wer war dieser Mann? Ein deutscher Kupferstecher, Radierer und Holzschnittzeichner, geschult, nach allem, was die frühen Blätter verraten, im Umkreis Dürers; ein Lehrvertrag ist nicht überliefert. Mit seinem Bruder Barthel und Georg Pencz zählt ihn die Kunstgeschichte zu den Kleinmeistern, benannt nach dem winzigen Format ihrer Kupferstiche. Als Sebald Beham 1550 in Frankfurt am Main starb, hinterließ er ungefähr 270 Stiche und weit über 1000 Holzschnitte; signiert hatte er sie mit dem Monogramm wie mit einer Warenmarke, zuerst HSP, nach der fränkischen Aussprache Peham, später HSB; wofür das H stand, erklären die Quellen unterschiedlich - auch das Monogramm hält den Vornamen offen.

Wie klein diese Kunst wirklich ist, zeigt die Apostelfolge aus der Mitte der 1540er Jahre, deren Platten ungefähr 4,8 mal 3,2 Zentimeter messen. Auf „Heiliger Matthias, 1541-46“, der Nummer zwölf der Folge, steht ein bärtiger Apostel im Strahlenkranz vor einem Bretterzaun, das geschlossene Buch unter den Arm geklemmt, die Rechte auf ein langstieliges Beil gestützt, barfuß, mit Beuteln am Gürtel - und jeder Strich sitzt. Auf „Fortuna“ von 1541 schreitet die geflügelte Glücksgöttin mit einem Ährenbündel voran, neben ihrem Fuß ruht die große Kugel, in der Linken hält sie das Glücksrad, und oben auf dem Rad hockt ein winziger Mann, der sie mit ausgestrecktem Arm anfleht, es anzuhalten. Hinter ihr ziehen ein Segelschiff und eine Uferstadt vorbei. Das ganze Welttheater misst 79 mal 51 Millimeter.

Auch die Wiedergabe solcher Blätter ist ein Verfahren, und es kennt nur einen strittigen Punkt - ob die Linie Linie bleibt. Der rasterlose Druck, in dem Meisterdrucke die Stiche wiedergibt, legt weder Linienraster noch sichtbare Druckpunkte über die Zeichnung, und ein feines, naturweißes Papier trägt den feinen Strich; so bleibt jede Schraffur des Grabstichels eine Linie und kippt auch in den dichtesten Kreuzlagen nicht ins Grau. Die Prüfung gilt damit am Ende nicht dem Druck, sondern dem Stecher - und Behams 79 mal 51 Millimeter halten ihr stand.

Ein zweites Feld hat Beham nach heutigem Forschungsstand überhaupt erst eröffnet, das Bauernfest als eigenes Bildthema. Ab 1528 schnitt er in Nürnberg großformatige Kirchweih-Holzschnitte, darunter die Mögeldorfer Kirchweih; in Frankfurt folgten winzige Stichserien. Auf „Die Bauernschlägerei“ von 1540 gehen Bauern mit Schwertern und Fäusten aufeinander los, mitten im Getümmel kniet eine Frau mit hochgerissenen Armen, einer liegt schon am Boden, und über den Köpfen flattert ein Spruchband mit dem Reim Haust du mich, so stich ich dich. Dasselbe Spruchband weht über „Die Bauernhochzeit oder die zwölf Monate: Nr. 9, 1547“, einem Blatt aus der Frankfurter Folge von 1546/47, die die zwölf Monate auf zehn kleine Stiche verteilt und ihre feiernden, raufenden Bauern mit Monatsnamen beschriftet; hier prügelt man sich am Weinspalier, zwischen den Kämpfern liegen Hut und Heugabel. Ob solche Szenen Spott von oben sind oder das Fest aus eigener Anschauung feiern, darüber ist die Forschung uneins - man kann beides darin sehen. Ein Menschenalter, bevor der niederländische Maler Pieter Bruegel das Bauernfest zur Weltkunst machte, hatte Beham ihm die Form gegeben.

Beham, der Verbannte von 1525, wurde am Ende Bürger einer anderen Stadt. 1531 trat Beham in die Dienste Kardinal Albrechts von Brandenburg, für den er Gebetbuch-Miniaturen malte und eine Tischplatte mit Szenen aus dem Leben König Davids, die später in den Louvre gelangte. Seit 1532 lebte er in Frankfurt am Main, illustrierte für den Verleger Christian Egenolff die Biblischen Historien von 1533, gab 1535 das Nürnberger Bürgerrecht auf und leistete 1540 den Frankfurter Bürgereid. Als Barthel 1540 auf einer Italienreise starb, übernahm Sebald dessen Kupferplatten und druckte die Motive seines Bruders weiter. Verkauft hat er selbst, auf der Frankfurter Buchmesse, und 1547 wohnte er gleich neben dem Messegelände; die großen Wandblätter gingen an ein breites Publikum, die kleinen Serien an Sammler, die sie in Bücher klebten. Der Markt, von dem er lebte, lag damit direkt vor seiner Tür.

Kunstwerke von Hans Sebald Beham

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Hans Sebald Beham
Logica (Dialectica) (title on ob...
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Hans Sebald Beham
The Peasants' Brawl
1540 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
Fortune
1541 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
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Hans Sebald Beham
The Peasant Wedding or the Twelv...
Undatiert | Gravur/Gravur/Gravur

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Hans Sebald Beham
Saint Bartholomew and Saint Matt...
1520 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
Bonde og hans elskerinde
1521 | Kupferstich

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Hans Sebald Beham
The Saviour, 1546.
Undatiert | Gravur/Gravur/Gravur

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Hans Sebald Beham
Saint Mathias, 1541-46
1541 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Standard-Bearer and Drummer
1544 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
The Fall of Adam and Eve, c.1525...
16. Jahrhundert | Holzschnitt

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Hans Sebald Beham
Coat-of-Arms of the Kress von Kr...
1549 | Holzschnitt

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Hans Sebald Beham
Peasant Woman at Market: Zum Wei...
1542 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
Coat of Arms with a Cock, 1543 (...
1543 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
The Wedding Procession: Couple w...
1545 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
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Hans Sebald Beham
Festende bønder (Juli og august)
1546 | Kupferstich

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Hans Sebald Beham
The Virgin and Child with the Pa...
1549 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
Undatiert | Gravur

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Hans Sebald Beham
The Peasant Wedding or the Twelv...
1546 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Two Genii, 1544.
Undatiert | Gravur/Gravur/Gravur

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Hans Sebald Beham
Peasant's Festival
1546 | Gravur

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Hans Sebald Beham
The Peasant Wedding or the Twelv...
1546 | Gravur

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Hans Sebald Beham
St. Andrew, plate 2 from The Twe...
1545 | Gravur in Schwarz auf weißem Velin

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Hans Sebald Beham
Jupiter, plate two from The Seve...
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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
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Hans Sebald Beham
Lichas Bringing the Robe of Ness...
1548 | Gravur auf cremefarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
Peasants' Brawl, plate 9 from Th...
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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
1545 | Gravur

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Hans Sebald Beham
The Prodigal Son
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Hans Sebald Beham
Slapende naakte vrouw als de Nac...
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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
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Hans Sebald Beham
The Feast of Herod (woodcut, pri...
Undatiert | Holzschnitt, aus zwei Blöcken gedruckt

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Hans Sebald Beham
Science, Art and Commerce (pen a...
16. Jahrhundert | Stift und Tinte

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Hans Sebald Beham
Hercules and the Nemean Lion
1548 | Gravur auf cremefarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
Misfortune
1541 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
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Hans Sebald Beham
Music (Musica)
1550 | Gravur

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Hans Sebald Beham
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Hans Sebald Beham
St. Mark, from The Four Evangelists
1541 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
Alexander the Great Leading Buce...
1550 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Cleopatra.
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Hans Sebald Beham
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Hans Sebald Beham
The Prodigal Son: Return of the ...
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Hans Sebald Beham
The Little Buffoon
1542 | Gravur auf cremefarbenem Bütten Träger: weißes Bütten

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Hans Sebald Beham
The planet Mercury and artists, ...
16. Jahrhundert |

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercule...
1545 | Gravur

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Hans Sebald Beham
The Wedding Procession: Couple w...
1545 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercule...
1548 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Lichas Bringing the Garment of N...
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Hans Sebald Beham
Herder en een schaap
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Hans Sebald Beham
Saint Anthony the Hermit
1521 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
St. Andrew, 1545-1546.
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Hans Sebald Beham
Satyr Woman Playing Bagpipe, c.1...
1525 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Peasants' Feast
1546 |

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Hans Sebald Beham
Penance of St. John Chrysostomus
Undatiert | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
The Little Buffoon, 1542.
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Hans Sebald Beham
Peasant Carrying Bucket
Undatiert | Feder in Braun, über Graphit, auf cremefarbenem Bütten, auf elfenbeinfarbenes Bütten mit blauen Fasern aufgezogen

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Hans Sebald Beham
Ornament with a Mask Held by Two...
1544 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
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Hans Sebald Beham
Hercules on his Pyre, 1548.
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Hans Sebald Beham
The Little Buffoon
1542 | Gravur

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Hans Sebald Beham
The Market-Woman
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Hans Sebald Beham
The Prodigal Son: Return of the ...
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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
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Hans Sebald Beham
Mars, plate three from The Seven...
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Hans Sebald Beham
The Peasant Wedding or the Twelv...
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Hans Sebald Beham
Frieze with a vase flanked by ma...
1544 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
Triumph of the Women
1549 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Dood van Cleopatra
Undatiert | Papier

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Hans Sebald Beham
The Knowledge of God and the Sev...
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Hans Sebald Beham
Peasant's Brawl
1547 | Gravur auf cremefarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
Fortune, 1541.
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Hans Sebald Beham
 
1520 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
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Hans Sebald Beham
Lykke (Fortuna)
1541 | Kupferstich

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Hans Sebald Beham
St. Anthony the Hermit
1521 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
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Hans Sebald Beham
Woman with a Harp
1520 | Radierung in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
Fortune
1541 | Gravur

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Hans Sebald Beham
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Hans Sebald Beham
Leda and the Swan
1548 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Hercules Receiving the Garment S...
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Hans Sebald Beham
May and June
1546 |

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
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Hans Sebald Beham
The Prodigal Son with the Swine,...
1538 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Mucius Scaevola Holding His Hand...
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Panel with a Mascaron (ornament ...
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Hans Sebald Beham
St. Luke, from The Four Evangelists
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Hans Sebald Beham
Head of Christ Crowned with Thorns
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Hans Sebald Beham
The Market Peasant
1542 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
St. Luke, from The Four Evangelists
1541 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
Mars, from The Seven Planets
1539 | Gravur auf Bütten

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Hans Sebald Beham
Dance of the Gods of Love
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Hans Sebald Beham
Saturn, plate one from The Seven...
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Hans Sebald Beham
Lichas Bringing the Garment of N...
1542 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
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Hans Sebald Beham
The Labors of Hercules: Hercules...
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Hans Sebald Beham
Saint Bartholomew, 1541-46
1541 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Hercules and the Hydra, from The...
1545 | Gravur in Schwarz auf elfenbeinfarbenem Bütten

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Hans Sebald Beham
St. Bartholomew
1546 | Gravur

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Hans Sebald Beham
Misfortune (Das Ungluck) (engrav...
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Hans Sebald Beham
The Peasant's Feast, or, The Twe...
1547 | Gravur auf cremefarbenem Bütten

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Über den Künstler

Hans Sebald Beham
Hans Sebald Beham
1500–1550
Geboren1500 (Nürnberg)
Gestorben1550 (Frankfurt am Main)
NationalitätDeutschland
EpochenIllustration, Deutsche Renaissance
BerufMaler, Illustrator, Grafiker, Exlibriskünstler, Zeichner
Familie
Ehepartner/in: Anna Beham
Geschwister: Barthel Beham
Bekannte WerkeScenes from the Life of David (1534), Patience by Hans Sebaldus Beham - Sebald Beham (1540), Korsfästelsen, Korsbärandet, Konungarnas tillbedjan
MuseenArt Institute of Chicago, Cleveland Museum of Art, Los Angeles County Museum of Art (LACMA), Staatliche Museen zu Berlin, Statens Museum for Kunst

Im Januar 1525 ließ der Rat der Reichsstadt Nürnberg drei junge Maler aus dem Umkreis Albrecht Dürers verhaften. Es waren Georg Pencz, Barthel Beham und dessen Bruder Sebald Beham, ein Kupferstecher, geboren 1500 in Nürnberg. Die ältere Literatur nennt ihn Hans Sebald Beham, obwohl kein Dokument den Vornamen Hans belegt - schon der Name dieses Angeklagten ist eine offene Frage. Zur Last gelegt wurden den dreien Gotteslästerung, Sektierertum und die Leugnung weltlicher Obrigkeit; nach der Darstellung späterer Quellen erklärten sie sinngemäß, sie glaubten an Gott, hielten aber nichts von Christus, Taufe und Sakrament und erkannten keine Obrigkeit an außer Gott. Das Urteil vom 26. Januar 1525 lautete auf Verbannung, auf Folter verzichtete der Rat, und schon im November durften alle drei zurück in die Stadt. Geblieben ist der Aktenname: die drei gottlosen Maler.

Drei Jahre später stand Beham wieder gegen den Rat. Wenige Monate nach Dürers Tod brachte er 1528 ein Büchlein über die Proportionen des Pferdes heraus; der Vorwurf lautete, er habe aus Dürers unveröffentlichtem Proportionsmaterial geschöpft, und Dürers Witwe stand hinter der Beschwerde. Im Juli 1528 untersagte der Rat den Vertrieb, bis Dürers eigenes, noch unveröffentlichtes Proportionswerk erschienen sei. Beham wich nach Ingolstadt aus, kehrte im Februar 1529 nach Nürnberg zurück - und verwertete den beanstandeten Stoff 1546 seelenruhig ein zweites Mal, in einem eigenen Lehrbüchlein.

Wer war dieser Mann? Ein deutscher Kupferstecher, Radierer und Holzschnittzeichner, geschult, nach allem, was die frühen Blätter verraten, im Umkreis Dürers; ein Lehrvertrag ist nicht überliefert. Mit seinem Bruder Barthel und Georg Pencz zählt ihn die Kunstgeschichte zu den Kleinmeistern, benannt nach dem winzigen Format ihrer Kupferstiche. Als Sebald Beham 1550 in Frankfurt am Main starb, hinterließ er ungefähr 270 Stiche und weit über 1000 Holzschnitte; signiert hatte er sie mit dem Monogramm wie mit einer Warenmarke, zuerst HSP, nach der fränkischen Aussprache Peham, später HSB; wofür das H stand, erklären die Quellen unterschiedlich - auch das Monogramm hält den Vornamen offen.

Wie klein diese Kunst wirklich ist, zeigt die Apostelfolge aus der Mitte der 1540er Jahre, deren Platten ungefähr 4,8 mal 3,2 Zentimeter messen. Auf „Heiliger Matthias, 1541-46“, der Nummer zwölf der Folge, steht ein bärtiger Apostel im Strahlenkranz vor einem Bretterzaun, das geschlossene Buch unter den Arm geklemmt, die Rechte auf ein langstieliges Beil gestützt, barfuß, mit Beuteln am Gürtel - und jeder Strich sitzt. Auf „Fortuna“ von 1541 schreitet die geflügelte Glücksgöttin mit einem Ährenbündel voran, neben ihrem Fuß ruht die große Kugel, in der Linken hält sie das Glücksrad, und oben auf dem Rad hockt ein winziger Mann, der sie mit ausgestrecktem Arm anfleht, es anzuhalten. Hinter ihr ziehen ein Segelschiff und eine Uferstadt vorbei. Das ganze Welttheater misst 79 mal 51 Millimeter.

Auch die Wiedergabe solcher Blätter ist ein Verfahren, und es kennt nur einen strittigen Punkt - ob die Linie Linie bleibt. Der rasterlose Druck, in dem Meisterdrucke die Stiche wiedergibt, legt weder Linienraster noch sichtbare Druckpunkte über die Zeichnung, und ein feines, naturweißes Papier trägt den feinen Strich; so bleibt jede Schraffur des Grabstichels eine Linie und kippt auch in den dichtesten Kreuzlagen nicht ins Grau. Die Prüfung gilt damit am Ende nicht dem Druck, sondern dem Stecher - und Behams 79 mal 51 Millimeter halten ihr stand.

Ein zweites Feld hat Beham nach heutigem Forschungsstand überhaupt erst eröffnet, das Bauernfest als eigenes Bildthema. Ab 1528 schnitt er in Nürnberg großformatige Kirchweih-Holzschnitte, darunter die Mögeldorfer Kirchweih; in Frankfurt folgten winzige Stichserien. Auf „Die Bauernschlägerei“ von 1540 gehen Bauern mit Schwertern und Fäusten aufeinander los, mitten im Getümmel kniet eine Frau mit hochgerissenen Armen, einer liegt schon am Boden, und über den Köpfen flattert ein Spruchband mit dem Reim Haust du mich, so stich ich dich. Dasselbe Spruchband weht über „Die Bauernhochzeit oder die zwölf Monate: Nr. 9, 1547“, einem Blatt aus der Frankfurter Folge von 1546/47, die die zwölf Monate auf zehn kleine Stiche verteilt und ihre feiernden, raufenden Bauern mit Monatsnamen beschriftet; hier prügelt man sich am Weinspalier, zwischen den Kämpfern liegen Hut und Heugabel. Ob solche Szenen Spott von oben sind oder das Fest aus eigener Anschauung feiern, darüber ist die Forschung uneins - man kann beides darin sehen. Ein Menschenalter, bevor der niederländische Maler Pieter Bruegel das Bauernfest zur Weltkunst machte, hatte Beham ihm die Form gegeben.

Beham, der Verbannte von 1525, wurde am Ende Bürger einer anderen Stadt. 1531 trat Beham in die Dienste Kardinal Albrechts von Brandenburg, für den er Gebetbuch-Miniaturen malte und eine Tischplatte mit Szenen aus dem Leben König Davids, die später in den Louvre gelangte. Seit 1532 lebte er in Frankfurt am Main, illustrierte für den Verleger Christian Egenolff die Biblischen Historien von 1533, gab 1535 das Nürnberger Bürgerrecht auf und leistete 1540 den Frankfurter Bürgereid. Als Barthel 1540 auf einer Italienreise starb, übernahm Sebald dessen Kupferplatten und druckte die Motive seines Bruders weiter. Verkauft hat er selbst, auf der Frankfurter Buchmesse, und 1547 wohnte er gleich neben dem Messegelände; die großen Wandblätter gingen an ein breites Publikum, die kleinen Serien an Sammler, die sie in Bücher klebten. Der Markt, von dem er lebte, lag damit direkt vor seiner Tür.



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