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Peter Nicolai Arbo
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Peter Nicolai Arbo

Norwegen · 1831–1892 · Nicht klassifizierte Künstler · 26 Werke gefunden
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Peter Nicolai Arbo
1831–1892
Geboren ca. 1831 (Gulskogen)
Gestorben 14. Oktober 1892 (Christiania)
Nationalität Norwegen
Genre Historienmalerei
Beruf Maler
Familie
Vater: Christian Fredrik Arbo
Ehepartner/in: Eliza Arbo
Kind: Elna Arbo
Geschwister: Carl Oscar Eugen Arbo
Lehrer Otto Mengelberg

Peter Nicolai Arbo

   

Ein eisiger dunkler Wintersturm braust über das Land und mit ihm am Himmel eine unüberschaubare düstere mythologische Reiterhorde, altertümlich mit Pfeil und Bogen oder Dolchen bewaffnet, auf ihrem Weg Frauen an den Haaren zu sich hochreißend. Als Peter Nicolai Arbos "Åsgårdsreien" ("Odins wilde Jagd") 1872 in Kopenhagen gezeigt wird, gehört das Gemälde wie Arbo selbst nicht gerade zur Avantgarde und die Kunstkritiker sind nicht wirklich hingerissen. Und doch wurde das Kunstwerk berühmt.

Norwegen als eigenständigen Staat gab es noch gar nicht, als Peter Nicolai Arbo (1831 – 1892) lebte. Nach Jahrhunderten der Zugehörigkeit zu Dänemark hatte der dänische König das Land 1814 an Schweden abgetreten, ein in den norwegischen Landesteilen höchst unpopulärer Schritt. Arbo, der an der Düsseldorfer Kunstakademie studierte und lange in Paris lebte, stellte oft Szenen aus der sogenannten nordisch-germanischen Mythologie dar und traf mit seinen Bildern den Zeitgeist. Wie die Bilder mit norwegischen Landschaften und "typisch norwegischen" Szenen (Genremalerei) spielte im 19. Jahrhundert die Darstellung und Überhöhung der heidnischen, der nordeuropäischen Mythologie eine wichtige Rolle dabei, ein eigenes norwegisches Nationalgefühl zu schaffen – im Übrigen ebenso wie die Entwicklung einer eigenen Sprache, denn Norwegisch als Sprache gab es damals nicht und wurde über die Betonung landestypischer Dialekte und Hinzuziehung altnorwegischer Texte, darunter auch altnordischer Sagen und Märchen, erst im Laufe des 19. Jahrhunderts geschaffen. Die Idealisierung der sagenhaften Vergangenheit und die Suche und Herausbildung einer identitätsstiftenden Gemeinschaft – der Nation – waren typisch für die "Norwegische Nationalromantik", deren Strömungen das kulturelle Leben in Norwegen um 1850 dominierten. Für die kulturelle Elite war Peter Nicolai Arbo also eher ein "Zu-Spät-Gekommener", wenn er unter anderem mit der "Wilden Jagd" seines "Åsgårdsreien" den altnordischen Sagenschatz als naturgewaltige, heldenhafte norwegische Lebenserfahrung mit großem Pathos in Szene setzte. Das tat seiner Popularität aber keinen Abbruch, und heute sind viele seiner Bilder Teil der großen Sammlung des "Nasjonalmuseet for kunst, arkitektur og design", des Norwegischen Nationalmuseums in Oslo.

Dass Peter Nicolai Arbos Werk mehr als ein Jahrhundert später erneut eine herausragende Rolle spielen sollte, hatte die Kunstkritik ebenfalls nicht vorausgesehen: "Die Wilde Jagd", der nordische Göttersturm, der als wilde Horde über den Himmel jagt, wurde mit Aufkommen von Folk und besonders Metal in den 1980er Jahren ein populäres Thema in der Musik. Und hier spielte Peter Nicolai Arbos "Åsgårdsreien" erneut eine prominente Rolle: 1988 machte es die schwedische Metal-Band Bathory zum Coverbild des Albums "Blood Fire Death", eines Schlüsselalbums für die Entwicklung von Pagan und Black Metal und eines der frühestens Beispiele für die Thematisierung nicht nur der "Wilden Jagd" aus der nordeuropäischen Sagenwelt. Peter Nicolai Arbo lebte in seinen letzten Lebensjahren in Christiana – einer Stadt, die erst weit nach der Unabhängigkeit Norwegens (1905) im Jahre 1924 den heutigen Namen erhielt: Oslo.

Kunstwerke von Peter Nicolai Arbo

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Peter Nicolai Arbo
The wild Hunt of Odin, 1872.
Undatiert |

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Peter Nicolai Arbo
The Wild Hunt of Odin
1872 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
 
Undatiert |

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Peter Nicolai Arbo
Valkyrie, 1865
1865 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
The Valkyrie
1860 |

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Peter Nicolai Arbo
Dead Souls
1866 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
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Peter Nicolai Arbo
Dreaming
1879 |

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Peter Nicolai Arbo
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Peter Nicolai Arbo
Ice racing
1877 |

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Peter Nicolai Arbo
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Peter Nicolai Arbo
Kong Sverres tog over Vossefjellene
1862 | Gemälde

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Peter Nicolai Arbo
Olav Trygvasson is chosen to be ...
1859 | Aquarell auf Papier

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Peter Nicolai Arbo
The fall of saint Olav in the Ba...
1859 |

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Peter Nicolai Arbo
Bataille de Stiklestad (29 juill...
19. Jahrhundert |

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Peter Nicolai Arbo
Battle of Stamford Bridge
1870 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
The Holy Olav in a prayer before...
Undatiert | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
Old popler, section of Gulskov g...
1888 |

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Peter Nicolai Arbo
Water Station (oil on canvas)
Undatiert | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
The Wild Hunt of Odin
1868 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
King Sverre escapes
1862 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
Haakon the good and farmers at t...
1860 |

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Peter Nicolai Arbo
The fall of saint Olav in the Ba...
1859 |

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Peter Nicolai Arbo
Les valkyries - The Walkueren (V...
1864 |

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Peter Nicolai Arbo
The Battle of Stamford Bridge
1870 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
The Battle of Stamford Bridge
1870 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
After the Battle
Undatiert |

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Peter Nicolai Arbo
Valkyrie's Death
1880 | Öl auf Leinwand

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Peter Nicolai Arbo
Saint Olav at the Battle of Stik...
Undatiert |

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Seite 1 / 1

Über den Künstler

Peter Nicolai Arbo
1831–1892
Geborenca. 1831 (Gulskogen)
Gestorben14. Oktober 1892 (Christiania)
NationalitätNorwegen
GenreHistorienmalerei
BerufMaler
Familie
Vater: Christian Fredrik Arbo
Ehepartner/in: Eliza Arbo
Kind: Elna Arbo
Geschwister: Carl Oscar Eugen Arbo
LehrerOtto Mengelberg

Ein eisiger dunkler Wintersturm braust über das Land und mit ihm am Himmel eine unüberschaubare düstere mythologische Reiterhorde, altertümlich mit Pfeil und Bogen oder Dolchen bewaffnet, auf ihrem Weg Frauen an den Haaren zu sich hochreißend. Als Peter Nicolai Arbos "Åsgårdsreien" ("Odins wilde Jagd") 1872 in Kopenhagen gezeigt wird, gehört das Gemälde wie Arbo selbst nicht gerade zur Avantgarde und die Kunstkritiker sind nicht wirklich hingerissen. Und doch wurde das Kunstwerk berühmt.

Norwegen als eigenständigen Staat gab es noch gar nicht, als Peter Nicolai Arbo (1831 – 1892) lebte. Nach Jahrhunderten der Zugehörigkeit zu Dänemark hatte der dänische König das Land 1814 an Schweden abgetreten, ein in den norwegischen Landesteilen höchst unpopulärer Schritt. Arbo, der an der Düsseldorfer Kunstakademie studierte und lange in Paris lebte, stellte oft Szenen aus der sogenannten nordisch-germanischen Mythologie dar und traf mit seinen Bildern den Zeitgeist. Wie die Bilder mit norwegischen Landschaften und "typisch norwegischen" Szenen (Genremalerei) spielte im 19. Jahrhundert die Darstellung und Überhöhung der heidnischen, der nordeuropäischen Mythologie eine wichtige Rolle dabei, ein eigenes norwegisches Nationalgefühl zu schaffen – im Übrigen ebenso wie die Entwicklung einer eigenen Sprache, denn Norwegisch als Sprache gab es damals nicht und wurde über die Betonung landestypischer Dialekte und Hinzuziehung altnorwegischer Texte, darunter auch altnordischer Sagen und Märchen, erst im Laufe des 19. Jahrhunderts geschaffen. Die Idealisierung der sagenhaften Vergangenheit und die Suche und Herausbildung einer identitätsstiftenden Gemeinschaft – der Nation – waren typisch für die "Norwegische Nationalromantik", deren Strömungen das kulturelle Leben in Norwegen um 1850 dominierten. Für die kulturelle Elite war Peter Nicolai Arbo also eher ein "Zu-Spät-Gekommener", wenn er unter anderem mit der "Wilden Jagd" seines "Åsgårdsreien" den altnordischen Sagenschatz als naturgewaltige, heldenhafte norwegische Lebenserfahrung mit großem Pathos in Szene setzte. Das tat seiner Popularität aber keinen Abbruch, und heute sind viele seiner Bilder Teil der großen Sammlung des "Nasjonalmuseet for kunst, arkitektur og design", des Norwegischen Nationalmuseums in Oslo.

Dass Peter Nicolai Arbos Werk mehr als ein Jahrhundert später erneut eine herausragende Rolle spielen sollte, hatte die Kunstkritik ebenfalls nicht vorausgesehen: "Die Wilde Jagd", der nordische Göttersturm, der als wilde Horde über den Himmel jagt, wurde mit Aufkommen von Folk und besonders Metal in den 1980er Jahren ein populäres Thema in der Musik. Und hier spielte Peter Nicolai Arbos "Åsgårdsreien" erneut eine prominente Rolle: 1988 machte es die schwedische Metal-Band Bathory zum Coverbild des Albums "Blood Fire Death", eines Schlüsselalbums für die Entwicklung von Pagan und Black Metal und eines der frühestens Beispiele für die Thematisierung nicht nur der "Wilden Jagd" aus der nordeuropäischen Sagenwelt. Peter Nicolai Arbo lebte in seinen letzten Lebensjahren in Christiana – einer Stadt, die erst weit nach der Unabhängigkeit Norwegens (1905) im Jahre 1924 den heutigen Namen erhielt: Oslo.



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