Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch

Der Garten der Lüste

(The Garden of Earthly Delights)


Hieronymus Bosch

Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch
1480  ·  Öl auf Panel  ·  512.34 Megapixel  ·  Bild ID:22840

Das Triptychon „Der Garten der Lüste“ des niederländischen Renaissancemalers Hieronymus Bosch besteht im Original aus vier Bildern auf einer aufklappbaren Tafel. Die beiden Außenflügel (als einziges Bild nicht Teil des Kunstdrucks) zeigen im zugeklappten Zustand die Welt am dritten Tage der Schöpfung. Der linke Innenflügel bildet den Garten von Eden ab. Die Mitteltafel kreiert ein Bild des Paradieses oder Gottes neuer Welt am Ende der Zeit, das von einem sowohl fried- wie auch lustvollen Zusammenleben von Mensch und Tier geprägt ist. Im krassen Gegensatz dazu steht der rechte Außenflügel, auf dem Bosch die Schrecken der Hölle verewigt hat. Alle drei Bilder sind eine detailreiche und fantasievolle Mischung weltlicher Elemente, biblischer Motive und bizarrer Eigenkreationen des Künstlers selbst gepaart mit einer ironischen Note. © Meisterdrucke


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Der Garten der Lüste Detailausschnitt 1
Der Garten der Lüste Detailausschnitt 1

Der Garten der Lüste (Hieronymus Bosch)

Das Gemälde „Der Garten der Lüste“ zählt zu den bedeutendsten Werken des niederländischen Malers Hieronymus Bosch. Das Triptychon hängt im renommierten Madrider Museo del Prado. „Der Garten der Lüste“ hat eine Größe von 220 x 400 cm und ist um 1503 entstanden. Auch 500 Jahre nach dem Tod des Malers sind viele Darstellungen auf dem Bild ein Rätsel geblieben. Für zahlreiche andere Stellen des Triptychons haben Kunstexperten dagegen plausible Erklärungen gefunden. Bis heute ist die Faszination und die Begeisterung für das Kunstwerk ungebrochen. Dabei spielt es keine Rolle, ob „Der Garten der Lüste“ im Original oder als hochwertiger Kunstdruck betrachtet wird. Der Betrachter kann sich niemals satt sehen und entdeckt stets neue Facetten, die zugleich erfreuen und viel Raum für eigene Deutungen lassen.

Zwischen Himmel und Hölle

„Der Garten der Lüste“ lässt sich als eine komplexe Metapher definieren. Detailverliebt hat Bosch die Beziehungen unter den Geschlechtern festgehalten, die sich fortwährend zwischen Himmel und Hölle bewegen. Das Triptychon fällt zunächst durch eine grobe Einteilung in drei Dreiecke auf. Im unteren Bereich des Mittelteils sind weitere Strukturen vorhanden, die sich zum Teil überlagern. Durch die Überlagerungen entsteht der Eindruck, dass die jeweiligen Figurengruppen sowohl Teil der einen als auch der anderen Struktur sein können.

Probleme mit der linken Dreiecksfläche

Die linke Dreiecksfläche von Boschs Meisterwerk bereitet den Kunstexperten bis heute Probleme. Eine große, dunkle Wasserfläche könnte ein Verweis auf die Sintflut sein. Einige der Gruppen im Wasser könnten in einer Beziehung zum unteren Bild stehen. Der runde Stiel einer Distel bildet einen Kreis und verbindet somit zwei Gruppen. Ein Bogen des Kreises befindet sich im Wasser, während der andere an Land liegt. Wasser und Erde wiederum werden vielfach als Mann und Frau gedeutet. Eine ähnliche Symbolik ist ebenfalls im Mittelteil des Bildes zu erkennen. Hier sprechen die Frauen im Teich und die um sie kreisenden Männer eine deutliche Sprache. Eine gewisse Logik des Kreises ergibt sich, wenn das Paar als Adam und Eva verstanden wird. Im Uhrzeigersinn führt der Weg zum Traubenträger und weiter zum Muschelträger. Das vermeintliche Paar erreicht seine Perfektion in der Darstellung eines Granatapfelpaars. Allerdings droht gleich wieder die Gefahr, denn schon lauert der Kopfsteher, der für das Böse steht. Der Kreis erzählt dennoch keine lineare Geschichte. Vielmehr kann er als permanentes Kreisen des Menschen zwischen Sündenfall und Vergebung verstanden werden.

Der Garten der Lüste Detailausschnitt 2
Der Garten der Lüste Detailausschnitt 2

Rechts ist die Hölle

Der rechte Flügel des Triptychons stellt offensichtlich die Hölle da, wobei nicht eindeutig zu erkennen ist, welche Hölle Bosch eigentlich gemeint hat. Offensichtlich ist, dass es nach dem Verständnis des Künstlers mehrere Höllen gibt. Die Darstellung des Teufels im unteren Teil ist auf jeden Fall ein eindeutiges Indiz für die Intention des Malers. Hier handelt es sich um eine Höllenvision, wie sie im Mittelalter weit verbreitet war. Schwieriger wird es, Erklärungen zu finden, wenn es um die Interpretation des oberen Teils geht. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um die Darstellung der Apokalypse handelt, wie Bosch sie sich vorgestellt hat. Besonders dann, wenn der Mittelteil tatsächlich die Sintflut zeigt.

Boschs Erben

Ab der frühen Neuzeit bis ins 18. Jahrhundert haben zahlreiche Künstler die Kunst des Malers Bosch aufgegriffen und auf ihre Weise fortgeführt. Pieter Bruegel der Ältere wird gerne als „zweiter Bosch“ tituliert. Sein Bild „Die niederländischen Sprichwörter“ setzt über hundert Sprichwörter in Szene. Insgesamt werden über 100 Personen dargestellt. Auch seine Darstellungen des bäuerlichen Lebens erinnern an Bosch. Symbole von Sünde und Tod setzt Bruegel ebenso detailliert um wie Hieronymus Bosch. Künstler wie Jan Collaert, Christoph Jamnitzer, Battista Dossi und Philips Galle haben sich ebenfalls von Bosch inspirieren lassen. Das Fantastische und das Skurrile haben sich bis heute erhalten und sind von verblüffender Modernität. Der Maler gilt als Vorreiter satirischer Sittenbilder und ebenso der Landschaftsmalerei.

Hieronymus Boschs Werdegang

Hieronymus Bosch wurde etwa 1450 in s` Hertogenbusch geboren, wo er auch 1516 verstarb. Eigentlich hieß er van Aeken. Gemeint ist damit die Stadt Aachen, aus der sein Vater stammte, der ebenfalls Maler war. Vermutlich hat Hieronymus Bosch den Großteil seiner künstlerischen Ausbildung in der Werkstatt seines Vaters erhalten. Im Jahr 1478 heiratete er Aleyt Goyaert van de Mervenne. Seine wohlhabende Frau ermöglichte es ihm, ein sorgenfreies Leben zu führen. Neben Glasfenster für die Kapelle der Bruderschaft „Unserer Lieben Frau“, deren Mitglied er war, begann er früh mit Bilder, die seine Hauptthemen Himmel und Hölle, Tod und Jüngstes Gericht zeigen. Eine drastische Bildsprache, monströse Gestalten, Fabelwesen und dämonische Figuren, Wesen, die halb Mensch sind und Tierköpfe haben, bevölkern ebenso seine Bilder, wie Monster und Gnome.

Der Garten der Lüste Detailausschnitt 3
Der Garten der Lüste Detailausschnitt 3

Satire und Pessimismus

Boschs bizarre Kunst fand rasch Anklang. Philipp der Schöne aus Burgund beauftragte ihn zum Beispiel, ein Altarbild zu malen. So entstand 1504 das Bild „Das jüngste Gericht“. Satirische Elemente stehen bei Boschs Bildern neben pessimistischen Sequenzen, die sowohl auf das zeitgenössische Leben als auch auf spirituelle Welten bezogen sind. Form und Inhalt bilden bei Boschs Kunst eine Einheit. Das trifft auch auf das Triptychon „Der Garten der Lüste“ zu. Für Boschs Zeitgenossen waren die zahlreichen Anspielungen leicht zu entziffern. Die traditionellen Symbole, die der Maler benutzt, sind heute nur noch schwer zu verstehen. Daher wundert es nicht, dass Boschs Bilder in späteren Zeiten unterschiedlich interpretiert wurden. Zu Lebzeiten hat der Künstler bereits Ruhm erlangt. Seine Bilder wurden gerne kopiert. Auch Fälscher bedienten sich seines Werks und setzten Boschs Signatur unter ihre Fälschungen. Viele Werke gingen verloren. Der Druckgrafik ist es zu verdanken, dass die Menschen in der ganzen Welt Zugang zu den verbliebenen Bildern des niederländischen Meister bekamen, der weiterhin die Kunstfreunde erfreut und zahlreiche junge Künstler anregt. © Meisterdrucke
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